DER KOPF VON HELLWIGSON


Es gehört eine gewisse Portion Mut dazu, kreativ zu sein, oder vielmehr – seine Kreativität zu zeigen, sie zur Schau zu stellen. Man macht sich nackt, zeigt sein Innerstes, denn in jedem Entwurf steckt so viel von einem selbst.

Bei meinen Auftragsarbeiten als Kommunikationsdesignerin, habe ich mich manchesmal gefragt, wie anders ein Layout wohl hätte aussehen können, wenn ich dabei vielleicht nicht Jazz, sondern Elektro, oder klassische Musik gehört hätte – ich also in einer anderen Stimmung gewesen wäre.

 

 

Die eigene Gefühlswelt, neben der nötigen Professionalität natürlich, fließt im Kreativprozess nämlich immer mit ein und das macht einen Entwurf letztendlich zu etwas sehr Persönlichem.

 

Entwickelt man als Designer dazu seine eigenen Produkte und vertreibt diese dann sogar noch selbst – dann bekommt der Satz die eigene Seele verkaufen plötzlich eine etwas andere Bedeutung.

 

 

 

 


das herz von hellwigson

Schon als kleines Mädchen hatte ich große Freude daran, zu dekorieren, den Tisch einzudecken – es anderen einfach schön zu machen. Ich begriff, welch wichtige Rolle die Ästhetik spielt und dass man mit einer schönen Optik, tatsächlich schöne Gefühle beim Betrachter erzeugen kann.

Genau darum geht es mir bei meinen Produkten – sie sollen bei dem anderen ein schönes Gefühl erzeugen und ihm den Alltag ein bißchen schöner machen.


Und weil wir alle so verschiedenartig sind, jeder auf etwas anderes anspringt, versuche ich das mit veschiedensten Designs und Themen mit meinen Kollektionen zu erreichen.

 

Was für mich beim Kreativsein mit dazugehört, ist eine Portion Kindsein. Ein Kind ist dabei nämlich so herrlich frei von den so unfreien Gedanken, um die wir uns Erwachsene viel zu oft einen Kopf machen. Und damit ich diese Unbefangenheit niemals aus dem Blick verliere, stehe ich als kleine Ringelwurst mit meinem Kindergarten-Portrait auf meinem Schreibtisch.

 

Das ist der Kopf von Hellwigson.

Und das ist vor allem –
das Herz von Hellwigson.